Zurück in Hamburg



Zwei Wochen Hamburger Hilfskonvoi in Griechenland sind nun vorrüber, jetzt ist es an der Zeit, die Bilder und Eindrücke zu verarbeiten. Wir haben tolle Menschen kennen gelernt, Kontakte aus dem ersten Konvoi gepflegt, vieles gesehen und erfahren.

Das Thema Griechenlandhilfe wird uns wohl noch eine ganze Weile beschäftigen, da ist es nur gut, dass sich die Flüchtlingshilfe dort weiter festigt, organisiert und professionalisiert. Wir konnten weitere wichtige Kontakte aufbauen und es gibt auch schon erste Überlegungen, wie es weiter gehen kann mit unserer Arbeit. Zur Zeit ist noch nichts spruchreif, doch sobald es konkret wird, werden wir euch auf jeden Fall informieren.

Unsere Fahrt war nötig, denn es wird zusehends kälter, nicht nur in Hamburg, sondern auch in Griechenland! Wir konnten so zumindest ein wenig Wärme in Form von Kleidung, Decken, Wärmflaschen und Thermoskannen spenden, Schuhe zur Verfügung stellen und dringend benötigte Sachen wie Mückenschutz, Windeln und Nahrungsmittel vor Ort kaufen. Dennoch sind wir uns bewusst, dass unsere Hilfe nur ein Tropfen auf dem heissen Stein ist. Die Lage in den griechischen Flüchtlingscamps ist sehr ernst! Die Menschen haben Angst vor dem Winter, Angst um Leben und Gesundheit ihrer Kinder, viele sind noch sehr klein, manche erst wenige Monate alt. Im Ohr geblieben sind O-Töne von Mitarbeitern von Hilfsorganisationen wie "dieses Camp ist nicht haltbar (..) es ist unverantwortlich Menschen dort unterzubringen, besonders hinsichtlich der Herausforderungen während der Winterzeit." oder "wir brauchen mehr Winterkleidung, da wir viele Leute mit Erkältungen haben und diese in der zunehmenden Kälte schnell mal eine Lungenentzündung haben, da viele asthmageschwächt sind." Daher werden wir weiter machen! Weiter Spenden sammeln, Transporte organisieren und weiterhin das Thema "humanitäre Situation der Flüchtlinge in Griechenland" in die Öffentlichkeit tragen!

Der Hamburger Hilfskonvoi bedankt sich bei allen Unterstützern und Spendern, verabschiedet sich aber nicht in den Winterschlaf, sondern arbeitet und berichtet weiter.

11.10.2016 Medizintransport

Der Tag heute stand ganz unter dem Zeichen des DocMobile - Medical Help, dessen Aktive uns sozusagen um "Amtshilfe gebeten haben.
Rund 4 Paletten, beladen mit medizinischen Hilfsgütern und Medikamenten standen in einem Warehouse in Thessaloniki und sollten zur Zentrale des Docmobils gefahren werden. Den Job haben wir dann doch gerne übernommen, haben wir doch das große Auto dabei.
Gemeinsam mit Uli, der beim letzten Team des Docmobils dabei war, haben wir die Paletten gepackt, zum Lkw herüber gefahren, um sie dort dann wieder abzuladen. Schliesslich sollten die frisch vorsortierten Kartons nicht wieder durcheinander geraten.

Besonders gefreut haben wir uns heute darüber, Ingrid wieder zu treffen. Sie ist schon seit Monaten hier in Nordgriechenland aktiv. Respekt Ingrid!

Nachdem alles eingepackt war, ging es nach Chalkidiki, wo das Docmobil wohnt. Bergauf und wieder Bergab. Was für ein gekurbel.
Aber am Ende haben wir es dann geschafft, die Ladung sicher an ihr Ziel zu bringen.

Es war uns eine Freude, dem Team vom Docmobil diesen kleinen Dienst erweisen zu können.

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09.10.2016 Spendenübergabe in Sindos/Thessaloniki

In Sindos leben in den Camps Karamanlis und Frakaport rund 1200 Menschen, wie hier üblich, in Militärcamps.
Die Camps liegen inmitten großer Sumpfgebiete, Moskitos sind hier nicht das einzige, aber ein großes Problem.

Betreut werden die beiden Camps von der Organisation Swisscross, die hier schon einiges aufgebaut haben, unter anderem ein großes Warenlager für die Bewohner der beiden Camps.

Alles ist sehr strukturiert und organisiert. Respekt vor dieser Arbeit!

Ausgeladen haben wir hier u.a. Decken, Schuhe und Gummistiefel, Regenbekleidung, Schlafsäcke und Isomatten.
Eine zeitnahe Verteilung wurde uns versprochen. Wir werden darüber noch berichten.

Der Bedarf an warmer Kleidung und Regensachen ist nach wie vor sehr groß, der Winter steht vor der Tür, es regnet fast täglich in Nordgriechenland.

´10.10.2016 Spendenübergabe in Serres

In Serres leben rund 100 jesidische Familien, die unter anderem von der Organisation Lifting Hands betreut werden.
Wir konnten die Hilfsgüter, die für die Menschen in dem Camp bestimmt waren, direkt in einer großen Halle ausladen. Dort werden die Sachen nun sortiert und später verteilt.
Bei der Ausgabe wird besonders großer Wert auf eine gerechte Verteilung gelegt, was wir sehr begrüßen, da es immer wieder zu Streit führt, wenn darauf nicht geachtet wird.
Wir haben in Serres eine große Anzahl von Decken (es werden wohl rund 3-400 gewesen sein), Schuhe, Kinder- und Jugendbekleidung für Herbst und Winder, Wolle, Stifte, Nähzeug, Schulhefte und einiges mehr.

Darüber hinaus haben wir unseren Freunden vom Docmobile.org  dort ebenfalls ein Lager eingerichtet. So konnten wir die mitgebrachten medizinischen Hilfsgüter dort ebenfalls übergeben.


 

8. Oktober: wir sind in Griechenland!




Wir sind heute in Griechenland angekommen, an Bord haben wir mehr
als 2,5 Tonnen Hilfsgüter, die wir von verschiedenen Partnerprojekten bekommen haben.
Darunter sind Decken, Schlafsäcke, Schuhe, medizinische Hilfsgüter, Wärmflaschen und Kleidung.
In den nächsten Tagen werden wir die Spenden nun verteilen (unter anderem auch an unsere Freunde vom www.docmobile.org, denen wir einiges mitgebracht haben) und weitere Bedarfe erkunden.
Dank Eurer Hilfe haben wir über Betterplace einiges an Geld zusammen bekommen, um jetzt hier vor Ort bedarfsgerecht einkaufen zu können.
Wir werden Euch auf dem laufenden halten.

Im Oktober 2016 fahren wir erneut nach Griechenland

Es wird konkret!!

am 6. Oktober  werden wir in Richtung Nordgriechenland starten.



 

Wir sammeln dafür:
Feste Schuhe
Schlafsäcke (Idealer Weise einsetzbar bis mindestens -7°C)
Isomatten
Babynahrung
Hygieneartikel (wie Duschgel, Rasierzeug, Feuchttücher, Damenbinden,Windeln...)
Outdoorspielzeug (auch Roller, Kickboards, Bobbycars,
Laufräder... )
Mal-und Schreibstifte
Wolle & Stoffballen
Wärmflaschen groß und klein
Stricknadeln
Stecknadeln
Nähnadeln
Nähkreide
Maßbänder
Häkelnadeln
Garn für Nähmaschinen in sämtlichen Farben
...
Die Liste wird noch ergänzt, wenn wir weitere Bedarfe gemeldet bekommen.

Darüber hinaus ist es uns wichtig, in Griechenland für die Unterkünfte einkaufen gehen zu können. Ein großer Mangel sind haltbare, vitaminreiche Lebensmittel, da die Ernährung in den Camps sehr einseitig ist.
Sachspenden nehmen wir gerne Samstags in der Zeit von 16 bis 19 Uhr am Westwindcontainer auf dem Gelände der Rindermarkthalle St. Pauli, Neuer Kamp 31, entgegen. Ihr findet uns: vom Neuen Kamp aus auf den Parkplatz, gerade aus durch, ganz am Ende hinten links, blaue Container.


Um vor Ort für die Camps einkaufen gehen zu können,
brauchen wir natürlich auch Geld.
Spenden bitte über: https://www.betterplace.org/…/46592-hamburger-hilfskonvoi-h…
Spenden sind steuerlich absetzbar.
 

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

 



 

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© Christian Grosseholz